Aperitif.Apfelessig gerät nie aus der Mode.

Die Alchemisten nutzten Essig als fixierten Merkur, und in Zeiten der Pest schützte er vor Ansteckung.

 

Hitorisch ist er im abendländischen Raum als medizinische Unterstützung weder als "Blutverdünner" noch als "Blutreiniger" wegzudenken.

 

Unzählige chinesische Heilkundige entwickelten vor mehr als 4000 Jahren eigene Esssigrezepturen für ihre Auftrag-geber, die durch ihren Genuss ein hohes Lebensalter erreichten.

 

Ärtze wie Paracelsus und Johann Agricola nutzten den Essig als Lösungsmittel, um Schritte vom Anorgansichen zum Organischen zu vollziehen.

 

Auch Hildegard von Bingen und Basilius Valentinus lobten die segensreichen und vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten dieses Heil- und Hilfsmittels. In ihren überlieferten Werken findet sich eine Fülle von Rezepten zur Essigherstellung und medizinischen Anwendung. Später ging der Arzneiessig unter der Bezeichnung Aceta medicata in die Medizingeschichte ein.

 

Der Biochemiker Hans Krebs beschäftigte sich eingehend mit Essig im Stoffwechsel-geschehen. Er erhielt 1953 den Nodelpreis für Medizin, indem er den Beweis erbrachte, dass sämtliche Stoff-wechselvorgänge in den meisten lebenden Organismen über das Zwischenprodukt Essig geleitet werden.

 

Der Verhaltensforscher Ivan Pawlow legte durch seine Beobachtungen den Grundstein zur Erforschung von Essig. Ihm gelang der Beweis, dass Essig die Bauchspeicheldrüse in besonderer Weise zur vermehrten Produktion der Verdauungssäfte anregt.

 

Doch Essig kurbelt nicht nur die enzymatische Verdauungsleistung des Organismus an, sondern beschleunigt auch die Fettverbrennung und redzuziert signifikant das Süßigkeitsverlangen.

 

Vermutlich ist durch die verbesserte Nahrungs-verbrennung auch der Appetit auf ungesundes Essen gebremst - und damit auch auf verträgliche Speisen verstärkt.

 

Quelle: Forum Wein & Gesundheit e.V., Hahnheim